Der Olivenbaum ist das Wahrzeichen mediterraner Gärten, und mit etwas Wissen gedeiht er auch bei uns prächtig im Kübel. Damit er gesund durch die kalte Jahreszeit kommt, kommt es vor allem auf den richtigen Standort und die Überwinterung an.

Der passende Standort
Oliven lieben die Sonne. Je heller und wärmer der Platz im Sommer, desto besser. Ein windgeschützter Standort auf der Terrasse oder dem Balkon ist ideal. Staunässe verträgt der Baum dagegen gar nicht, der Kübel braucht unbedingt ein Abzugsloch und eine Drainageschicht aus Blähton.
Richtig gießen
Im Sommer wird regelmäßig, aber maßvoll gegossen: lieber durchdringend und dann wieder antrocknen lassen, als ständig feucht halten. Im Winter reduziert man die Wassergaben deutlich, der Wurzelballen sollte aber nie völlig austrocknen.
Die Überwinterung
Junge Olivenbäume im Kübel sind nicht winterhart und sollten frostfrei überwintern. Ideal ist ein heller, kühler Raum bei etwa 5 bis 10 Grad, ein ungeheiztes Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine helle Garage. Wichtig: möglichst viel Licht, sonst wirft der Baum Blätter ab. An milden Standorten genügt oft ein dicker Schutz aus Vlies und eine isolierende Unterlage unter dem Topf.
Schnitt und Pflege
Ein leichter Formschnitt im Frühjahr hält die Krone luftig und regt neuen Austrieb an. Gedüngt wird nur in der Wachstumsphase von April bis August mit einem mediterranen Pflanzen- oder Zitrusdünger.
Häufige Fehler
Die zwei größten Fehler sind zu viel Wasser und ein zu warmer, dunkler Winterstandort. Wer beides vermeidet, wird viele Jahre Freude an seinem Olivenbaum haben, und sich jedes Jahr ein Stück Süden auf die Terrasse holen.